“Diamantweg”

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“Diamantweg”
6. August 2009

Kreisbote, 6. August 2009

3000 Buddhisten beim Sommerkurs

Original-Artikel

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ImmenstadtMehr als 3000 Buddhisten aus aller Welt treffen sich vom 4. bis 16. August beim 17. internationalen Sommerkurs des BDD in Immenstadt am Allgäuer Alpsee. Die Veranstaltung des Buddhistischen Dachverbands Diamantweg (BDD) e.V. umfasst Vorträge, geleitete Meditationen und buddhistische Zeremonien.
Am späten Sonntagabend des 9. August beginnt eine 72-stündige Meditation auf den Buddha des Mitgefühls, die von Sherab Gyaltsen Rinpoche und Lama Ole Nydahl im Wechsel geleitet wird. Auf tibetisch wird der Buddha des Mitgefühls “Tschenresig” (“Liebevolle Augen”) genannt. Weltweit werden sich zehntausende Buddhisten in rund 500 Meditationszentren an diese Aktion beteiligen und dabei das Mantra des Mitgefühlsbuddha “Om Mani Peme Hung” rezitieren.

Information

Am Donnerstag. 13. August, um 20 Uhr erläutert Lama Ole Nydahl die Grundlagen des Buddhismus für alle interessierten Menschen aus der Region. Die Besucher werden ab 19 Uhr vom Parkplatz P3 Viehmarktplatz in Immenstadt mit Bussen zum Vortragszelt und zurück transportiert. Der Eintritt für den Vortrag beträgt 10 Euro.
Vom 13. bis 16. August werden Sherab Gyaltsen Rinpoche und Seine Eminenz der 14. Shamar Rinpoche den Kurs mit Vorträgen und buddhistischen Einweihungen beschließen.
Sherab Gyaltsen Rinpoche wurde 1950 in Nepal geboren und noch von der letzten , 16. Inkarnation des Karmapa als Mönch ordiniert. Heute gilt der Leiter mehrerer Klöster und Baumeister zahlreicher buddhistischer Stupa-Monumente als einer der anerkanntesten Lamas in der Himalayaregion.
Kunzig Shamarpa Mipham Chokyi Lodro – auch kurz Shamar Rinpoche genannt – ist die 14. Wiedergeburt einer Reihe von Lehrern, die schon vom historischen Buddha vorhergesagt wurden. Shamar Rinpoche verließ Tibet 1959 zusammen mit dem 16. Karmapa, den er bis zu dessen Tod im 1981 begleitete. Anschließend führte er die Projekte des Karmapa fort und war für die Anerkennung des 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje verantwortlich.

Zeltlager

Der 68-jährige dänische Lama Ole Nydahl wurde 1972 vom 16. Karmapa beauftragt, den Buddhismus im Westen zu lehren und Kagyü-Zentren zu gründen. Seine Schüler und er haben das fast 50 Hektar große Grundstück um das Gut Hochreute, auf dem der Kurs stattfindet, im Mai 2007 für die Buddhismus Stiftung Diamantweg erworben, um ein internationales Meditations- und Begegnungszentrum zu schaffen.
Der buddhistische Sommerkurs ist mit bis zu 3000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmern die wichtigste Einzelveranstaltung des Jahres. Die Besucher übernachten in Zelten auf dem Gelände oder in Hotels und Pensionen der Region. Nydahl reist fast pausenlos um die Welt, um Vorträge zu halten und die zahlreichen buddhistischen Zentren zu besuchen, die er in den letzten 35 Jahren im Dienst der Karma-Kagyü-Tradition gegründet hat. Er ist Autor von bislang sieben Büchern über den Diamantweg-Buddhismus, darunter “Wie die Dinge sind – eine zeitgemäße Einführung in den Buddhismus” sowie “Der Buddha und die Liebe”.

Erfahrungsaustausch

Für einen Teil der aus mehr als 40 Ländern angereisten Teilnehmer bedeutet das Treffen nicht nur Meditation, sondern auch Wissens- und Erfahrungsaustausch, da sie sich ehrenamtlich in einem buddhistischen Zentrum oder Verband engagieren.
Schon seit dem Frühjahr bereitet ein internationales Team von mehr als 200 Helfern den Kurs vor. Die Aktivitäten umfassen den Aufbau von mehr als 4000 Quadratmetern Zeltfläche und die gesamte Kursabwicklung – inklusive Verpflegung und Kindergarten. Vom Architekten über den Zimmermann bis hin zur Ärztin bringen alle ihre Fähigkeiten ehrenamtlich ein. Während des Kurses werden weitere Teilnehmer eherenamtliche Aufgaben übernehmen.     hf

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Geschrieben am 6. August 2009.