About | Das Haus
Gut Hochreute
Das Gut Hochreute wurde nach einer Bauzeit von zwei Jahren im Jahre 1913 vollendet. Walter Martini, der Bauherr, war der Sohn eines wohlhabenden Textilfabrikanten aus Augsburg. Nachdem er das Familienunternehmen verkauft hatte, errichtete er mit dem daraus entstandenen Erlös den Gebäudekomplex auf Hochreute. Als Architekt wurde Karl Surber bestellt, und als Grundidee wählte man die zu jener Zeit sehr populäre romantische Vorstellung eines Modellgutes, in dem sich Kultur und Natur verbinden sollten. Im Falle von Gut Hochreute war das Ergebnis ein hochwertiges architektonisches Juwel, ausgestattet mit gediegenem Mobiliar, Kunst und kulturellem Leben, das auch seine Funktion als selbst versorgende Einheit inmitten der Natur erfüllte und zusätzlich auch noch Jagdmöglichkeiten vor der Haustüre bot.
Gut Hochreute befindet sich auf einem Hügel, umgeben von weitläufigen Wiesen und Wäldern in Süddeutschland. Der atemberaubende Blick auf Alpen und Alpsee lassen nicht daran denken, dass es einen schöneren Ort geben könnte. Die Gebäude – insbesondere das Hauptgebäude – sind in Art-Déco- und Jugendstil gehalten. Am Anfang des 19. Jahrhunderts war das etwas Neues, weshalb das Haus auch viel Beachtung fand und Eingang in Architektur- und Designzeitschriften jener Zeit fand.
Der Komplex besteht aus dem Hauptgebäude, dem Seitentrakt, Garagen, einem Scheunentrakt und dem Eishaus. Am Bau waren 150 italienische Arbeiter beschäftigt. Diese wurden wegen ihrer großen Fertigkeiten und der speziellen handwerklichen Techniken, die sie beherrschten, für dieses Projekt ausgewählt. Dadurch wurde alles in höchster Qualität ausgeführt. Jeder Raum im Hauptgebäude wurde sorgfältig eingerichtet und erhielt maßgefertigte Möbel und Lampen. Alle Zimmer sind unterschiedlich gestaltet, gewisse Elemente wie z.B. Farben verbinden die Räume aber auch miteinander.
Gut Hochreute war das erste mit Elektrizität ausgestattete Gebäude in der Gegend, sogar noch vor der nahe gelegenen Stadt Immenstadt. Während der Bauzeit führte keine Straße zum Bauplatz, wodurch sich das Heranschaffen der Güter wohl wesentlich schwieriger gestaltete, als dies heute der Fall ist.
Bedingt durch die außergewöhnlich hohe Fertigungsqualität und den Umstand, dass Gut Hochreute keine groß angelegte Veränderungen und Reparaturen erfahren hat, befand sich der Komplex beim Kauf durch die Buddhismus Stiftung Diamantweg im Jahr 2007 in einem ungewöhnlich guten Originalzustand. Das Anwesen wurde von Anneliese Herz, der Tochter von Herrn Martini, selbst übergeben. Sowohl die Fassade wie auch die Innenarchitektur von Gut Hochreute stehen unter Denkmalschutz.
Als neue Eigentümer wissen wir diese historische und kulturelle Perle sehr zu schätzen und wollen das Anwesen im besten und möglichst ursprünglichen Zustand erhalten. Für die laufenden Renovierungs- und Erhaltungsarbeiten auf Gut Hochreute stehen wir in engem Kontakt mit dem örtlichen Denkmalamt. Ein Team aus erfahrenen Architekten, qualifizierten Handwerkern und professionellen Restauratoren ist mit den Arbeiten betraut.


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