Landschaftsplanung

Entwicklung Gebäude und Gelände | Landschaftsplanung

Momentan steht neben der Bauplanung die Betrachtung der Natur im Zusammenspiel mit den Menschen und ihren Bedürfnissen – auch im historischen Kontext – im Vordergrund. Erhalt, Pflege und Weiterentwicklung der Offenheit des Geländes mit seinem Erholungswert für die Menschen aus der Umgebung sind wesentliche Planungsziele und wichtiger Bestandteil des Projekts. In diesem Zusammenhang kommt der Gestaltung der Flächen oberhalb des Gutes eine besondere Bedeutung zu. Um die Schönheit des Geländes erlebbar zu machen, sind für die Zukunft einige Maßnahmen angedacht, die zur Zeit besprochen werden, so könnten z.B. alte Wege aktiviert, ein Naturlehrpfad angelegt und Biotope (geschützte Gebiete mit spezifischer Flora und Fauna) gekennzeichnet werden.

 

Mehr Aufenthaltsqualität im Gelände

Derzeit wird ein landschaftspflegerischer Gesamtplan (Masterplan) für die Freiflächen erarbeitet. Dieser beinhaltet alle noch ausstehenden, naturschutzfachlich fundierten und genehmigungsfähigen landschaftlich bedeutsamen Baumaßnahmen.

So sollen z.B. die bestehenden Biotopflächen auf dem Gelände von Gut Hochreute im Rahmen der Ersatz- und Ausgleichsplanung aufgewertet und vernetzt werden. Es sollen ökologische Ausgleichsflächen (aufgewertete landschaftliche Bereiche) entstehen, die gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität bieten. Hierzu sind unter anderem vorgesehen:

  • die Fließgewässerrenaturierung durch die Wiederherstellung derzeit verrohrter Bachabschnitte,
  • die Anlage von Magerrasenstrukturen,
  • die Anpflanzung von Gehölzstrukuturen (Hecken, Feldgehölze, Baumreihen).

Ein besonderes Augenmerk gilt dem lebensspendenden Wasser und seinem Lauf. So sollen verrohrte Bachläufe in Teilabschnitten wiederhergestellt werden. Das Wasser soll in der Landschaft gehalten und am Hang nach unten hin schonend und langsam abgegeben werden. In engem Zusammenhang damit steht die Umbildung der Waldflächen – die momentan hauptsächlich aus größtenteils stark überalterten Beständen von flachwurzelnden Fichten bestehen – in einen gestuften, laubreichen Bergmischwald, der aufgrund seiner tieferen Durchwurzelung das Wasserspeichervermögen der Böden erhöht, sowie die Hangbefestigung verbessert. Damit wurde bereits begonnen, dies ist jedoch ein langfristiges Ziel, das in etwa 30 Jahren zu erreichen ist. Dies soll mit einer Durchforstung erreicht werden, Kahlschläge werden wenn möglich vermieden. Sicherheitsbelange (unterhalb der Villa drohten z.B. die überalterten Fichten auf Bahn und Straße zu stürzen) oder Käferbefall machten in Bereichen Kahlschläge notwendig. Aus diesen Gründen wurden auf dem Gelände bereits mehr als 10 000 Bäume neu gepflanzt.