Gut Hochreute

Hoch über dem Alpsee, eingebettet in traumhafte Allgäuer Natur, sticht das über 100 Jahre alte Gut Hochreute durch seine Jugendstil-Architektur in einzigartiger Lage beispielgebend hervor.

Das Grundstück

Gut Hochreute liegt im Voralpengebiet auf einer Höhe von 850 m über dem Meeresspiegel, umgeben von Wiesen und Wäldern. Es setzt sich aus dem historischen Ensemble der vier Art-Déco-Gebäude zusammen, die im zwischen 1908 und 1911 entstanden, und einem großen L-förmigen Neubau, der im Jahre 2015 abgeschlossen wurde.

Die Gebäude

Die historischen und neuen Gebäude dienen heute ca. 40 Bewohnern und Gästen als Wohnraum. Neben zwei Meditationsräumen besteht genügend Platz für Seminare, Archive, Lager, Ausstellungen und Werkstätten, um die anspruchsvolle Arbeit bezüglich der Gebäude und des Grundstücks aufrechterhalten zu können.

1
2
3
4
5
6
1

Jugendstil Villa

2

Die neu aufgebaute alte Scheune – heute Meditationshalle und Cafeteria

3

Stupa des Langen Lebens

4

Meditationsgarten
In ruhiger Atmosphäre kann man hier Meditation und den atemberaubenden Ausblick genießen.

5

Garagen & Werkstatt
Neben den Betriebsräumen und dem Fuhrpark ist hier auch die hauseigene Zimmerei untergebracht.

6

Neues Wohngebäude
Zimmer für Bewohner und Gäste aus aller Welt, Seminar- und Mehrzweckräume

Denkmalschutz

Bedingt durch die außergewöhnlich hohe Fertigungsqualität und den Umstand, dass Gut Hochreute keine groß angelegte Veränderungen und Reparaturen erfuhr, befand sich der Komplex beim Kauf durch die Buddhismus Stiftung Diamantweg im Jahr 2007 in einem ungewöhnlich guten Originalzustand.

Das Anwesen wurde von Anneliese Herz, der Tochter des Bauherrn, selbst übergeben. Sowohl die Fassade wie auch die Innenarchitektur von Gut Hochreute stehen unter Denkmalschutz, weswegen ein Team aus erfahrenen Architekten, qualifizierten Handwerkern und professionellen Restauratoren mit den Arbeiten betraut ist.

Renovierung der alten Scheune und neues Wohngebäude

Vor dem Kauf durch die Buddhismus Stiftung Diamantweg war schon klar, dass sich mit den bestehenden Gebäuden die Aufgabe, Platz für eine internationale buddhistische Begegnungsstätte zu bieten, nicht erfüllen ließ.

Deswegen wurde nördlich und östlich des ursprünglichen Ensembles ein weiteres Gebäude in L-Form errichtet und teilweise in den Hang gebaut, um auch den Charme des Gutes möglichst wenig zu stören. Die ursprüngliche Scheune wurde vollständig abgetragen und im modernen Standard in gleicher Form und oftmals mit den ursprünglichen Materialien wieder aufgebaut; es dient jetzt als großer Meditationsraum und als Cafeteria.

Erster Spatenstich für die Scheunenrenovierung und das neue Gebäude mit Lama Ole Nydahl und Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp 2013

Die Geschichte von Gut Hochreute

Das Gut Hochreute wurde nach einer Bauzeit von fast drei Jahren im Jahre 1911 vollendet. Walter Martini, der Bauherr, war der Sohn eines wohlhabenden Textilfabrikanten aus Augsburg.

Als Architekt wurde Karl Surber bestellt, und als Grundidee wählte man die zu jener Zeit sehr populäre romantische Vorstellung eines Modellgutes, in dem sich Kultur und Natur verbinden sollten. Im Falle von Gut Hochreute war das Ergebnis ein hochwertiges architektonisches Juwel, ausgestattet mit gediegenem Mobiliar, Kunst und kulturellem Leben, das auch seine Funktion als selbstversorgende Einheit inmitten der Natur erfüllte und zusätzlich auch noch Jagdmöglichkeiten vor der Haustüre bot.

Die Gebäude – insbesondere das Hauptgebäude – sind in Art-Déco- und Jugendstil gehalten. Am Anfang des 19. Jahrhunderts war das etwas Neues, weshalb das Haus auch viel Beachtung fand und findet.

Der ursprüngliche Komplex besteht aus dem Hauptgebäude, dem Seitentrakt, Garagen, einem Scheunentrakt und dem Eishaus. Am Bau waren 150 italienische Arbeiter beschäftigt. Diese wurden wegen ihrer großen Fertigkeiten und der speziellen handwerklichen Techniken, die sie beherrschten, für dieses Projekt ausgewählt. Dadurch wurde alles in höchster Qualität ausgeführt. Jeder Raum im Hauptgebäude wurde sorgfältig eingerichtet und erhielt maßgefertigte Möbel und Lampen. Alle Zimmer sind unterschiedlich gestaltet, gewisse Elemente wie z.B. Farben verbinden die Räume jedoch miteinander.

Gut Hochreute war das erste mit Elektrizität ausgestattete Gebäude in der Gegend, sogar noch vor der nahegelegenen Stadt Immenstadt.

Weiterentwicklung

Die Stiftung Buddhismus Diamantweg hob beim Kauf des Gutes Hochreute die Natur im Zusammenspiel mit den Menschen und ihren Bedürfnissen als eine Priorität hervor.
Mehr darüber…

Denkmalschutz

Die vier ursprünglichen Gebäude der Hochgut Reute stehen unter Denkmalschutz, einschließlich der Einrichtung der Villa, also die Möbel, Lampen und Wandvertäfelungen.
Mehr darüber…

Umweltschutz

Von der Buddhismus Stiftung wurden Entwässerungssysteme für das Gelände gebaut, Waldpflege und Wiederaufpflanzung wurden ebenfalls wieder aufgenommen.
Mehr darüber…