Ein unerwartetes Wochenende tiefer Belehrungen

EC Blog

Ein unerwartetes Wochenende tiefer Belehrungen

%A, 09UTCMon, 09 Jan 2017 11:59:05 +0000 %e. %B %Y

Im Buddhismus lernen wir nicht nur, indem wir Belehrungen hören, oder Bücher lesen – wir wenden das, was wir gelernt haben, auch im täglichen Leben an. Wir lernen durch die Beispiele, die wir von unseren Lamas und unseren Freunden auf dem Weg bekommen haben – nicht nur im Leben, sondern auch im Sterben. 

Diese Woche zeigten uns zwei Männer auf unvergessliche Weise, wie der Prozess des Sterbens im Buddhismus nicht das von allen gefürchtete Ende von allem, sondern eine echte Chance ist.

Das erste mal überhaupt ist jemand am EC gestorben. Der 90jährige Mitbegründer des Diamantwegs-Buddhismus in Russland hatte spontan die Vorbereitungen für seine Geburtstagsfeier mit mehr als 100 Gästen in Russland abgesagt. Stattdessen war es sein Wunsch, bei seiner Tochter und Enkelin (und seinen Urenkeln) Zeit zu verbringen und das EC das erste mal zu besuchen. Nach ein paar Tagen bei uns ging er nach dem Frühstück zurück ins Bett und starb dort ganz friedlich. Jahrzehntelang hatte er viel Verdienst aufgebaut, indem er seinen Kindern die Freiheit und die Unterstützung gab, den Buddhismus zu leben und in seinem Heimatland zu verbreiten – auch durch die Hilfe seines Büros und Telefons. Er hatte an einem Phowa-Kurs mit Lama Ole teilgenommen, der ihn auch mehrere Male in seiner Wohnung besucht hatte.

Nur zwei Tage später starb ein Mitglied unserer Sangha und unseres Sommerkursteams friedlich am Sonntag morgen. Ein paar Monate vorher war er mit Krebs diagnostiziert worden und Peter zeigte uns in unvergleichlicher Weise, wie viele Jahre Meditationspraxis und das unveränderliche Vertrauen in seinen Lama und die Buddhistischen Belehrungen über Tod und Wiedergeburt die Angst vor dem Tod wegnehmen können. Er war voller Vertrauen und Fröhlichkeit bevor er offensichtlich bewusst in die Reinen Länder ging, indem er die Phowa-Belehrungen anwendete. Wir werden Peter in unseren Herzen halten und vertrauen darin, dass sein nächstes Leben noch kraftvoller, freudvoller und strahlender wein wird – so wie Lama Ole es vorhergesagt hat.

Die Atmosphäre am EC war dieses Wochenende sehr besonders – uns fehlen die Worte, dies angemessen auszudrücken. Stattdessen zeigen wir Euch ein Bild, das einen Regenbogen um die Sonne zeigt, der sich an diesem Wochenende gezeigt hat – und uns das Vertrauen gibt, dass unsere Freunde nun im Reinen Land der Buddhas sind.

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Weihnachten am EC mit Amadeo Rosenheim

%A, 30UTCFri, 30 Dec 2016 23:43:08 +0000 %e. %B %Y

Ja, auch die Buddhisten haben einen Sinn für Westliche Tradition: Einen Baum im Wohnzimmer zu schmücken, eine große Menge an Essen zusammen einzunehmen und Geschenke auszutauschen! 

Jedoch haben wir nicht nur gegessen: Wir haben auch eine wirklich witzige Pantomime veranstaltet und den großartigen Belehrungen von Diamantwegslehrer Amadeo Rosenheim aus Mexiko gelauscht. Der wurde von Lama Ole 2013 gebeten, als Buddhistischer Lehrer zu reisen und auch gebeten, so viel Zeit wie möglich am EC zu verbringen. Er hat Lama Ole 2005 in London getroffen und 2008 nach Cancun in Mexiko gezogen.

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Unsere vielen Freunde, die unsere 400qm große Meditationshalle saubermachten, haben bestimmt nicht nur viel Verdienst angesammelt, sondern hatten auch viel Spaß, unter dem Dach herumzuklettern, um die Lüftungsrohre sauberzumachen. 

Die Meditationskissen wurden seit der Einweihung der neuen Gompa auch viel gebraucht, und so bekamen sie zusätzliche Füllungen. Wir hoffen, dass Ihr alle bald kommt, um die aufgefüllten Kissen bei der Meditation in unserer strahlend sauberen Gompa zu benutzen.

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Einweihung der ersten Feldscheune am EC

%A, 20UTCSun, 20 Nov 2016 22:47:48 +0000 %e. %B %Y

Denkt Ihr wirklich, es gibt keine Baustelle mehr am EC? Von wegen!

Die erste unserer Feldscheunen wurde dieses Wochenende gebührlich von unseren Zimmermännern und Freunden gefeiert.

Edwin zog sein bestes Zimmermanns-Outfit aus dem Schrank und trug ein traditionelles Richtfest-Gedicht vor, in dem er jedem Arbeiter und Helfer des Baus dankte und gute Wünsche für den weiteren Verlauf des Baus machte. Ohne die traditionellen drei Prosts war das Richtfest natürlich nicht komplett. Es gab außerdem Hamburger für jeden. – eine schöne Feier, die unsere vielen Architekten und Zimmermänner ehrte.

Die Scheunen werden Material für den Sommerkurs beheimaten und dabei helfen, uns einiges an Geld zu sparen, das wir normalerweise für angemietete Hallen ausgeben müssten, an denen wir die Dinge sonst aufheben müssten.

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Schwaben-Allgäu Kurs mit Diamantwegslehrer Klaus Neukirchen

%A, 19UTCSat, 19 Nov 2016 22:49:18 +0000 %e. %B %Y

Das EC befindet sich in der Bayerischen Region des Allgäus, die zu Schwaben gehört.

Die Freunde der örtlichen Zentren unterstützen tagtäglich unser EC mit tatkräftiger Hilfe, und haben sich an dem Wochenende bei uns eingefunden, zusammen zu meditieren und Belehrungen von Klaus Neukirchen anzuhören. Klaus ist vor kurzem mit seiner Frau ans EC gezogen und ist somit dem ausdrücklichen Wunsch des Lamas gefolgt, als langjähriger Schüler das EC so gut wie möglich zu unterstützen. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns ist!

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Phowa Meditation bei Vollmond

%A, 14UTCMon, 14 Nov 2016 22:24:29 +0000 %e. %B %Y

Der Vollmond ist ja die beste Zeit, um zu meditieren, weil die Meditationen dann intensiver sind und die guten Eindrücke im Geist auch stärker. Wer also schon einen Phowa Kurs mit Lama Ole Nydahl gemacht hat, ist bei Vollmond willkimmen, mit uns zu meditieren.

Lama Ole hat die Übertragung des Bewusstsseins bereit an über 80,000 Leute weltweit weitergegeben. Bei der Meditation lernt man, sein Bewusstsein im Moment des Todes in den Zustand der höchsten Freude zu übertragen.

Durch die Meditation des “Bewussten Sterbens” bekommt man die Gelegenheit, sehr intensiv mit dem Prozess des eigenen Todes zu arbeiten. Die Buddhistischen Belehrungen beinhalten sehr detailierte Belehrungen zu dem Prozess des Todes und die Zwischenzustände zwischen Tod und Wiedergeburt. Viele Lehrer hatten auch besondere Erfahrung im Moment des Todes.

Wer bereits die Phowa-Übertragung hat, kann auch anderen im Moment des Todes helfen. Lama Ole hat die Übertragung von verschiedenen Tibetischen Lamas erhalten und ist heute der bedeudendste Lehrer dieser Meditation im Westen. Wer an einem Kurs teilnehmen möchte, kann von jedem Buddhistischen Zentrum des Diamantwegs weitere Informationen erhalten.

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Bayerisches Zentrentreffen

%A, 13UTCSun, 13 Nov 2016 22:23:58 +0000 %e. %B %Y

In diesem Jahr kam das Bayerische Zentrentreffen für ihr jährliches Treffen ans EC. Die Sanghas der Zentren haben unser Zentrum von Beginn an tatkräftig unterstützt. 

Es gibt 31 Diamantwegszentren in Bayern, Deutschlands zweitgrößtem Bundesland. um diese Zentren zusammenzubringen und sie für neue Besucher attraktiv zu gestalten ist viel Organisation und Koordination vonnöten. Deshalb treffen sich die Zentren, um gemeinsam zu meditieren, neue Ideen zu entwickeln und Wege zu finden, bei größeren Projekten wie jetzt der Statuenausstellung in Regensburg zusammenzuarbeiten.

Zusätzlich zu ihrer eigenen Zentrumsarbeit tun diese Zentren ihr Bestes, auch das EC so viel wie möglich zu unterstützen. Es war so toll, die ganzen Freunde bei uns zu haben und wir hoffen, dass wir sie alle bald wiedersehen!

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Willkommen zurück am EC, Lama Toensang!

%A, 24UTCMon, 24 Oct 2016 14:39:53 +0000 %e. %B %Y

Die besten Dinge passieren ja bekanntlich, wenn man sie am Wenigsten erwartet… nur zehn Tage vorher erfuhren wir von der wunderbaren Gelegenheit, ein Wochenende mit Lama Toensang aus Montchardon in Frankreich am Europazentrum ausrichten zu dürfen.   

Lama Toensang hat seine Jugend in Tibet zusammen mit dem 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje verbracht. Durch seine unermüdlichen Bemühungen schaffte er es, ein außerordentliches Buddhistisches Zentrum in  Montchardon aufzubauen, welches jedes Jahr viele Besucher aus ganz Europa willkommen heißt. Die vielen internationalen Besucher sind nicht die einzige Gemeinsamkeit des Zentrums in Montchardon und des Europazentrums. Beide sind sie Zentren von Laienbuddhisten der Karma Kagy Linie unter der spirituellen Leitung des 17. Karmapa Thaye Dorje.

Ursprünglich stammt Lama Toensang aus Kham in Osttibet, wo er 1934 in einer Familie von Lamas geboren wurde. Schon von klein auf war er von der Buddhistischen Lehre sehr angetan und verbrachte acht Jahre seiner Jugend, heilige Orte in Tibet zu besuchen. Mit 17 Jahren wurde er im Kloster von Karmapa in Tsurphu aufgenommen und floh schließlich im Jahr 1959 vor der Chinesischen Invasion und verbrachte einige Zeit in Rumtek, Karmapa’s Kloster in Indien.

Nach vielen Jahren im Retreat in Sonada  fragte ihn schließlich der 16. Karmapa 1976, die Stelle in Montchardon zu leiten.

Wie seine alten Freunde Lama Ole and Hannah Nydahl, war auch Lama Toensang ein naher Schüler von  Kalu Rinpoche. Seit 2011 ist er regelmäßig am Europazentrum zu Besuch.

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Lama Toensang kam ans EC, um uns eine Einweihung auf Milarepa zu geben – und noch so viel mehr… Trotz der kurzen Ankündigungszeit kamen 700 Freunde, um an der Einweihung, den Belehrungen und den spontanen Treffen teilzunehmen. Ein wirklich wundervolles Wochenende!

Dies war bereits die vierte Einweihung, die Lama Toensang am Europazentrum gegeben hat: Die Einweihung auf Milarepa im Jahre 2011 war die Erste. Er hat ebenfalls die erste Einweihung in unserer heutigen Gompa auf den 1000armigen Chenrezig gegeben, als es im Jahr 2012 noch eine alte Scheune war. Ein Jahr später haben wir ein Zelt errichtet, um die vielen Freunde unterzubringen, die an der Einweihung auf Medizinbuddha teilnehmen wollten. Dieses mal allerdings gab es nicht “nur” eine Einweihung, sondern auch viele inspirierende Geschichten, die Lama Toensang  uns über das Leben des großen Yogi Milarepa, erzählte.   

Milarepa (1052-1135) hatte eine ziemlich deprimierende Kindheit, und verwendete schwarze Magie, um sich an den Leuten zu rächen, die seine Familie unterdrückt hatten. Er wandte sich an den Buddhismus, um die Auswirkungen seiner Taten abzumildern. Milarepa baute eigenhändig einige Türme für seinen Lehrer Marpa, der ihm allerdings jedes mal sagte, er solle sie wieder einreißen. Auf diese Weise entfernte Marpa viele schlechte Eindrücke, die Milarepa angesammelt hatte. Milarepa verbrachte viele Jahre im Retreat und erlangte Erleuchtung – er ist besonders für seine Dharma-Gesänge bekannt.

Gampopa war der bekannteste Schüler von Milarepa. Der “Doktor aus Dhagpo” verlor seine Frau durch eine Krankheit. Auf ihrem Sterbebett mahm sie ihm das Versprechen ab, nicht noch einmal zu heiraten, weshalb Gampopa nach ihrem Tod die Mönchsgelübde ablegte. Er lernte von Milarepa und erlangte Verwirklichung. Er hatte wohl um die 50,000 Schüler. Vier seiner Schüler gründeten dann die Hauptrichtungen der Karma Kagyu Linie: Barom Kagyu, Karma Kagyu, Phagdru Kagyu, and Tshalpa Kagyu.

Ein weiterer Schüler von Milarepa, der Yogi Rechungpa, brachte viele wichtige Übertragungen in die Karma Kagyu Linie und war mit Gampopa einer der Lehrer des 1. Karmapa, Dusum Khyenpa (1110-1193).

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Als ob die Einweihung auf Milarepa, die Belehrung und ein langer Abend voll inspirierender Geschichten nicht genug gewesen wären – Lama Toensang überließ es der EC-Sangha, das meiste aus dem Montag zu machen, den er zusätzlich noch mit uns verbrachte. 

Lama Toensang hatte Frühstück, Mittagessen und Abendessen mit uns im Pub. Jede Mahlzeit nahm Stunden ein – nicht etwa, weil wir alle so viel in uns reinschaufelten, sondern weil wir so viele Fragen an ihn hatten, die er alle voller Geduld beantwortete. Lama Toensang ist voller inspirierender Geschichten aus einem 80jährigen Leben voller Dharma-Erfahrungen und vielen inspirierenden Erinnerungen.

Sein gesamtes Leben verbrachte Lama Toensang damit, Buddhistische Zentren wie das in Rumtek aufzubauen. Mit 17 Jahren wurde er vom 16. Karmapa in Tsurphu als Mönch ordiniert. Er war ein starker Mann, weshalb er häufig geschickt wurde, die Zimmerleute, Maler und andere Handwerker zu unterstützen. Seit mittlerweile 42 Jahren lebt er in Montchardon. Als er dort angekomnen war, war es nicht viel mehr als ein Bauernhaus in den Bergen – ein bisschen wir unser EC.

Trotz seines hohen Alters ist er sehr aktiv und schaute sich unser Zentrum von oben bis unten an. Es hat sich ja auch viel getan, seit er das letzte mal im Jahr 2013 bei uns zu Gast war!

Außerdem fand er Zeit für private Interviews und segnete Familien und Kinder.

Wir möchten uns bei Lama Toensang ganz herzlich für diese wundervolle Zeit bedanken. Wir wünschen ihm viele viele gesunde und glückliche Jahre, und hoffen sehr, dass er das nächste Jahr wiederkommt!

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